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Welche Filme hätten die Preise bekommen können, haben sie aber nicht bekommen?
Ein Filmfestival soll entdecken und filtern, dem besten am Neuen Verhör verschaffen, also zuerst Auswahl und dann Vermittlung. Auswahl aus dem Weltangebot und Vermittlung ans Weltpublikum. Leider funktioniert dies
fast nie.
Denn dazwischen schieben sich die Preise. Denn was das feine Sieb der Preise aus der durch das grobe Sieb der Auswahl geflutschten Werke herausklaubt, sind Filme, die sich der Hierarchie des Festivalangebots aussetzen müssen, und die daher nicht mehr auf der Basis ihrer autonomen Qualität beurteilt werden (wie bei der Auswahl), sondern auf der Basis des Vergleichs mit anderen, total zufällig mit ihnen konkurrierenden.
Resultat: die guten Filme schneiden nicht immer gut ab. Und ohne Preise kommen sie auch nur selten in den Verleih. Um sie zu sehen, muss man reisen. Und wer fährt schon wegen einem Film ins Ausland?
Nun gibt es Filmstädte wie Paris, wo auch ungekrönte Werke gesehen werden können, und wo sich wegen dem Vorhandensein eines kritisch vertretbaren Filmangebots auch ein kritisch orientiertes Publikum entwickeln konnte. Das ist leider in Karlsruhe nicht der Fall. Trotzdem möchte ich Ihnen kurz ein paar nichtgekrönte Filme aus dem Venedig-Programm skizzieren, denn diese sollen wenigstens nicht vergessen werden. more...
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