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Unter dem Titel "Untersuchungen zur Lage der (Film-)Nation" wagte das Europäische Institut des Kinofilms in Karlsruhe zwischen Oktober 2001 und Februar 2002 einen genauen Blick auf das aktuelle Schaffen junger deutschsprachiger Nachwuchsregisseure. Im Laufe der viel beachteten Veranstaltung waren rund 15 Filme der unterschiedlichsten Genres und Gattungen zu sehen, zum überwiegenden Teil Abschlussfilme der deutschen Filmhochschulen. Die Ergebnisse machten Mut für den schon oft tot gesagten deutschen Film, denn die Auswahl zeigte das beachtliche Potenzial der Regiestars von Morgen. Doch zugleich thematisierten die Filmemacher immer wieder vor allem ein Thema: Wie geht es weiter nach dem ersten großen Film? Inwiefern kann sich der deutsche Film, und zwar vor allem der Nachwuchsfilm an den Kinokassen durchsetzen? Haben anspruchsvolle deutsche Produktionen auf einem zunehmend durch leicht konsumierbare Hollywood-Filme geprägten Kinomarkt überhaupt eine Chance, von einem größeren Publikum wahrgenommen zu werden? Hier scheinen die Aussichten trotz aller Festivalpreise und Auszeichnungen für junge deutsche Filme eher schlecht zu sein.
Diesem Problem widmet sich nun ein neues Seminar des Europäischen Instituts des Kinofilms, das als öffentlich zugängliche Blockveranstaltung am 25. Juni 2002 stattfindet, und zwar anhand des Films "Victor Vogel - Commercial Man" , der im letzten Jahr trotz eines gewaltigen Budgets und eines renommierten Verleihs binnen kürzester Zeit wieder aus den Kinos verschwand.
In Anwesenheit des Produzenten Joachim von Vietinghoff und des Regisseurs Lars Kraume versucht das EIKK nun, die Gründe zu analysieren, warum der Film trotz beachtlicher Kritiken kein Erfolg wurde und zieht daraus Rückschlüsse auf die spezifischen Probleme des deutschen Kinos und wie man diesen am besten begegnen kann.
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